Funktionen und Informationen für Ihr Wachstum im Business

Entdecken Sie Feedbank - Jetzt Gratis Download-Link zur App anfordern

Sollten gute Mitarbeiter-Vorschläge mit Geld belohnt werden?

Das ist eine Frage die sich viele Firmen stellen, wenn das Thema ‘Vorschlagswesen’ aufkommt.

Aber bringen Prämien, Anreize oder Belohnungen in Form von Geld wirklich öfter gute Ideen hervor?

Auf den ersten Blick erscheint es logisch, gute Ideen durch Belohnungen zu fördern. Viele Firmen entlohnen deshalb den Mitarbeiter mit Geld, welcher einen rentablen Vorschlag zur Verbesserung der Firma eingereicht hat.

Die Höhe des Betrags ist dabei oft ein prozentualer Anteil des Gewinns, welcher sich im ersten Jahr durch den Vorschlag ergeben hat.

Dieses Prämien-Model im betrieblichen Vorschlagswesen gilt allerdings als veraltet, da es häufig mehr Schaden anrichten kann, als das es der Firma hilft.

6 Gründe warum Sie einzelne Mitarbeiter-Ideen nicht mit Geld-Prämien entlohnen sollten…

Es gibt diverse Gründe die dagegen sprechen, ein Belohnungssystem wie oben beschrieben, einzuführen.

Hier habe ich Ihnen ein 6 dieser Gründe aufgelistet:

1. Es werden keine kleinen Verbesserungsvorschläge mehr eingereicht. Vorschläge bei denen die Idee nicht rentabel genug erscheint oder sich wirtschaftlich nur schwer einschätzen lässt, werden von Mitarbeitern häufiger nicht mehr eingereicht.

2. Misstrauen: Wollte der Abteilungsleiter etwas verheimlichen? Wenn die Unternehmenskultur für ein derartiges System nicht vorbereitet ist, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Wenn z.B. ein Vorschlag von Mitarbeitern eingereicht wird, stellt sich die Geschäftsführung ggf. die Frage, warum der Abteilungsleiter dieses Problem nicht vorher erkannte.

3. Sabotage. Es mag Abstrakt klingen, es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass Mitarbeiter die Firma sabotieren und im Anschluss einen Vorschlag zur Beseitigung des ‘selbstgemachten Problems’ einzureichen, nur um einen geldwerten Vorteil zu erlangen.

4. Diebstahl von geistigem Eigentum. In Unternehmen in denen gute Ideen mit Geld entlohnt werden, ist es bereits häufiger vorgekommen, dass Ideen geklaut werden. Ein solcher Betrug kann weitreichende Folgen haben und schadet in letzter Konsequenz nur dem Unternehmen.

5. Keine Synergie aus Angst vor Diebstahl. Wenn Mitarbeiter befürchten, dass ihre Idee gestohlen werden kann, wird die Idee auch nicht mit anderen besprochen werden. Hier entgehen dem Unternehmen wichtige Maßnahmen, denn häufig lassen sich gute Ideen zu besseren Ideen entwickeln, sobald man darüber spricht.

6. Neid – Was ist mit der Umsetzung? Warum sollte sich jemand die Mühe machen und eine gute Idee richtig umsetzen wenn der Mitarbeiter, welcher die Idee umsetzt nicht ebenfalls eine Prämie erhält?

Sollte man auf Geld als Anreiz im Vorschlagswesen verzichten?

Grundsätzlich kann man mit Geld das Einreichen von Vorschlägen bzw. das Einreichen von Ideen der Mitarbeiter fördern, dabei sollten allerdings die folgenden Punkte beachtet werden.

Sie benötigen…

  1. … einen fairen und effektiven Bewertungsprozess für die eingereichten Ideen.
  2. … Prozeduren die einen Betrug ausschließen.
  3. … einen Audit-Prozess, welcher die Umsetzung der Idee im Nachhinein bewertet.

Bei Anreizmodellen im Vorschlagswesen die auf Geld basieren hat es sich bewährt, wenn die Belohnung auf der Quantität der eingereichten Ideen pro Jahr basiert.

Wie könnte sowas aussehen?

Legen Sie beispielsweise eine Bonuszahlung fest, welche am Ende des Jahres fällig wird. Üblicherweise könnte diese Bonuszahlung einem prozentualem Anteil entsprechen, welchen das Vorschlagswesen Ihnen jährlich im Durchschnitt einbringt.

Wenn Sie also feststellen, dass Ihnen das Vorschlagswesen jährlich im Schnitt einen zusätzlichen Gewinn von z.B. 100.000 € einbringt, könnten Sie beispielsweise 10% dieses Gewinns als Bonuszahlung  entrichten.

Diese Prämien würde dann auf alle Mitarbeiter verteilt werden, welche das Jahr über mindestens 24 Ideen (also 2 Ideen pro Monat) eingereicht haben.

In diesem Fall stände also die Quantität der Ideen im Vordergrund und nicht die Qualität.

Erfahrungsgemäß führt eine höhere Anzahl von Ideen die eingereicht werden, allerdings auch zu einem größeren Nutzen für das Unternehmen.

Merke: Mehr Ideen. Bessere Ergebnisse.

3 Prinzipien für ein gut-funktionierendes Vorschlagswesen

Gut funktionierende Ideensysteme, welche Prämien als Anreiz nutzen kennzeichnen die folgenden 3 Prinzipien:

  1. Belohnungen werden auf der Gesamtwirtschaftlichkeit gemessen und nicht darüber, was eine Idee innerhalb eines vordefinierten Zeitraums erwirtschaft.
  2. Belohnungen werden gleich und fair an alle Angestellt verteilte und zwar auf Basis von ehrlichen und transparenten Regeln.
  3. Das Ideensystem wird als ein fester Bestandteil in jeden Prozess des Unternehmens eingeführt.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass Prämien und Anreizsysteme richtig angewandt sehr wohl den Eingang von Ideen und Vorschlägen fördern können, solange dies unter den richtigen Voraussetzungen geschieht.

Bitte vergessen Sie aber diese eine Sache nicht…

Ob Sie nun Prämien, Belohnungen und andere Anreizmodelle verwenden oder nicht, Ideensysteme funktionieren grundsätzlich aus einem ganz entscheidenden Grund und zwar, weil Ihre Mitarbeiter sich freuen würden, wenn ihre Idee umgesetzt werden würden.

Vielen Dank.

Mit herzlichem Gruß,

Knut Vicktor

PS: Diesen und andere interessante Artikel finden Sie auch in der Feedbank-App unter www.feedbank.pro.

 

    1 Response to "Belohnungen im Vorschlagswesen richtig anwenden"

Leave a Reply

Your email address will not be published.